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Aktuelle Fälle
09. November 2011:
Der ehemalige libysche Premierminister al-Baghdadi al-Mahmoudi, der im September 2011 nach Tunesien geflohen war und dort festgehalten wird, soll an Libyen ausgeliefert werden. Dort drohen ihm aber möglicherweise Folter und extralegale Hinrichtung.
Amnesty startet daher eine Briefaktion an den tunesischen Präsidenten Fouad Mebazza, der die Auslieferung verfügen bzw. verhindern kann. Amnesty fordert auch, dass al-Mahmoudi in Tunesien vor Gericht gestellt werden soll, falls er an schweren Menchenrechtsverletzungen in Libyen beteiligt war. Dabei müssen internationale Standards für faire Gerichtsverfahren eingehalten werdend.
Urgent Action zugunsten al-Mahmoudi (englisch)
Urgent Action zugunsten al-Mahmoudi (deutsch)
Weitere Aktionen sind derzeit nicht vorgesehen.
Frühere Fälle und Aktionen stehen im Archiv/Fallbeschreibungen.
Rückblick der Kogruppe "40 Jahre Gaddafi".
Aktion vor der libyschen Botschaft in Berlin.
1. September 1969 - 1. September 2009:
Am 31. August 2009, dem Vortag des 40. Jahrestages der Machtergreifung von Mu’ammar al-Gaddafi, versammelten sich AI Mitglieder, unterstützt von Exillibyern aus Deutschland und dem europäischen Ausland, vor der libyschen Botschaft in Berlin zu einer Mahnwache. Mit Plakaten wurde auf die schweren Menschenrechtsverletzungen in Libyen aufmerksam gemacht.
Nachdem ein Botschaftsangehöriger mit der Polizei gesprochen hatte, mussten sich die Teilnehmer von dem zuvor akzeptierten breiten grünen Mittelstreifen der Podbielski-Allee auf den entferntesten Punkt gegenüber der Botschaft zurückziehen, was Unverständnis und bei manchen von ihnen blanke Empörung auslöste.
Die Mahnwache wurde über vier Stunden aufrechterhalten. Während der gesamten Zeit ließen die Botschaftsvertreter filmen und machten Aufnahmen vor und aus der Botschaft heraus. Vermutlich war es die Absicht, die Teilnehmer der Mahnwache einzuschüchtern
Bilder Mahnwache in Berlin