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Libyen-Italien-Malta Stand April 2009

Während der italienischen Besetzung des Landes, 1911-1943, waren vermutlich über 100.000 Libyer umgekommen.
Silvio Berlusconi hat sich jetzt in Benghazi symbolträchtig unter dem Bild des libyschen Freiheitshelden Umar al-Mukhtar für die koloniale Vergangenheit entschuldigt und massive Investitionen in Libyen angekündigt. Libyen seinerseits wird italienische Firmen nicht mehr behindern und den Flüchtlingsstrom über das Mittelmeer stoppen.
Berlusconi und Gaddafi unterschrieben eine Vereinbarung, nach der Italien in den nächsten 20 Jahren 5 Milliarden Dollar an Wiedergutmachung zahlen wird.
Muammar al-Gaddafi hat die Einladung von Silvio Berlusconi zum G8 Gipfel im Juli in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Afrikanischen Union, die aus 53 Staaten besteht, angenommen. Es soll schon ein geeigneter Ort für Gaddafis Zelt gefunden worden sein.
Bereits im letzten August war zwischen Italien und Libyen ein Freundschafts- und Kooperationsabkommen geschlossen, zum Zeichen, dass die schwierigen Zeiten zwischen beiden Ländern beendet sein sollen.
1970 waren italienische Siedler aus Libyen ausgewiesen worden, jetzt werden sie ermutigt wiederzukommen, als Touristen oder als Arbeiter und Investoren.
8. März: Jacques Barrot, EU-Kommissar für Justiz und Sicherheit, fordert, dass Frontex näher an der libyschen Küste patrouilliert, um Flüchtlinge an der gefährlichen Überfahrt zu hindern. Nach seiner Einschätzung kommt auf jeden erfolgreichen Flüchtling einer, der ertrinkt.
Frontex ist "die Europäische Agentur für die Koordination der operativen Zusammenarbeit an den Außengrenzen der Europäischen Union". Frontex ist an der Migrationsroute von Libyen nach Malta, Lampedusa und italienischen Festland im Einsatz.
Malta und Libyen haben ein Abkommen geschlossen zu gegenseitiger Unterstützung und Kooperation bei Such- und Rettungsoperationen im Mittelmeer. ... [Times Of Malta; 22 March, 2009]

Etwa 300 Bootsflüchtlinge sollen am 31. April vor der Küste Libyens umgekommen sein. In "Die Zeit" (2. April, 2009) schreibt Birgit Schönau, dass Innenminister Roberto Maroni von der Lega Nord sagte: "Die Überfahrten von Libyen nach Italien würden pünktlich am 15. Mai aufhören. ... Dann tritt unser Abkommen mit Libyen in Kraft, und unsere Küstenwachen gehen gemeinsam auf Patrouille."